„Unser Programm ist gut!“ - Bernd Rützel alter und neuer Vorsitzender des SPD-Unterbezirks

10. November 2014

UB-Parteitag2014

Der Gemündener Bundestagsabgeordnete Bernd Rützel wird auch in den nächsten zwei Jahren die SPD im Unterbezirk Main-Spessart/Miltenberg führen. Beim Parteitag des Unterbezirks in Altfeld wurde er mit 90 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Zu Beginn der Versammlung erinnerte Bernd Rützel an das historische Datum 9. November: "Die friedliche Revolution von 1989 – ohne einen einzigen Schuss – war ein großes Geschenk für unser Land.“ Er mahnte aber auch, die anderen Ereignisse dieses Tages nicht zu vergessen: „Dass sich am 9. November auch die Reichsprogromnacht jährte, das dürfen wir nie vergessen!“

Zentrale Frage des Parteitags war: Wie können wir die Partei verjüngen und wie die Menschen davon überzeugen, SPD zu wählen? Hierzu lud sich der Unterbezirk zwei Landtagsabgeordnete ein: Martina Fehlner ist für Aschaffenburg im Landtag und betreut den Landkreis Miltenberg für die SPD. Und Georg Rosenthal, ehemals Oberbürgermeister von Würzburg, sitzt für Würzburg im Landtag und betreut für die SPD den Landkreis Main-Spessart, nachdem beide Landkreise keine eigenen SPD-Abgeordneten ins Maximilianeum schicken.

Fehlner sprach vor allem den schwierigen Spagat an, in Berlin mit CDU/CSU zu regieren und in München harte Oppositionsarbeit gegen die CSU zu machen. Georg Rosenthal sprach über „Gleiche Lebensverhältnisse in ganz Bayern“. Einig war er sich mit seiner Landtagskollegin, dass man auch zwischen den Wahlterminen „nah an den Menschen und ihren Lebensverhältnissen“ sein müsse. Als wichtige Handlungsfelder nannten Fehlner und Rosenthal Bildungsgerechtigkeit, einen fairen Finanzausgleich in Bayern, Barrierefreiheit und Inklusion, die Instandhaltung der Infrastruktur sowie die Verbesserung der inneren Sicherheit. Rosenthal forderte seine Genossen auf, sich nicht entmutigen zu lassen: „Unser Programm ist gut und die Ideen, die da drinstehen, sind besser als bei den Mitbewerbern.“ Dies gelte nun, mit Aktionen und neuen Veranstaltungsideen den Menschen näher zu bringen.

Den Tätigkeitsberichten des Vorstands mit Kassen- und Revisionsbericht sowie der einstimmigen Entlastung schlossen sich die Berichte aus den Kreistagen Main-Spessart und Miltenberg und eine lebhafte Diskussion an. Dabei ging es unter anderem um Flüchtlingspolitik, Maut, das Verhältnis der SPD zu den Gewerkschaften sowie die demografische Entwicklung.

Die Neuwahlen im Unterbezirk

Mit 64 Ja-Stimmen bei sechs Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde Bernd Rützel erneut zum Vorsitzenden gewählt. 58 Stimmen erhielt Joachim Hennig-Hock aus Stadtprozelten als einer seiner Stellvertreter, neue Stellvertreter sind die bisherige Schriftführerin Monika Wolf-Pleßmann aus Kleinheubach (61 Stimmen) sowie Sven Gottschalk aus Lohr (59 Stimmen). In ihrem Amt bestätigt wurde die Kassiererin Ulrike Jäger aus Karlstadt mit 71 Ja-Stimmen. Neue Schriftführerin ist Eva-Maria Brandstätter (69 Stimmen). Zu Beisitzern wurden gewählt: Monika Beck (Hafenlohr), Martha Bolkhardt-Mühlrath (Karlstadt), Arnold Brand (Wörth), Ragnhild Buczko (Marktheidenfeld), Karola Hausner (Erlenbach), Susanne Gesell (Kreuzwertheim), Michael Günther (Eschau), Christian Holzemer (Frammersbach), Marco Netreval (Karlstadt), Richard Oettinger (Wörth), Hartmuth Piplat (Stadtprozelten), Harald Schneider (Karlstadt), Philipp Seibert, Peter Vormwald (Lohr) und Petra Weinert (Eschau). Zu Revisoren wurden gewählt: Christine Hirte (Sulzbach) und Christine Kohnle-Weis (Lohr). Vertreter der Arbeitsgemeinschaften sind Felix Beckstein (Jusos), Marc Schenk (AfA), Monika Beck (AsF) und Werner Baur (60plus).

Foto: v.l.: Thorsten Meyerer (SPD-Kreisvorsitzender Miltenberg), die beiden Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal und Martina Fehlner, Bernd Rützel (SPD-Unterbezirksvorsitzender) und Harald Schneider (SPD-Kreisvorsitzender Main-Spessart)

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